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Integrative Kulturarbeit |
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Die Kulturwoche Augenschmaus und Ohrenweide feierte 2008 Jahr 10-jähriges Jubiläum. Um dieses gebührend zu zelebrieren waren nicht nur tolle Künstler wie die Improtheatergruppe Emscherblut oder auch der 2. Lüdenscheider Lachsack Gewinner Clown Klikusch geladen, sondern auch eine neue Tradition wurde eingeführt- Das Nachbarschaftsfest. Den, durch Lärm und voll gestellte Parkplätze in den letzten neun Kulturwochen, geplagten Nachbar des Johannes-Busch-Hauses aber auch allen anderen Lüdenscheidern sollte durch eben dieses Nachbarschaftsfest gedankt werden und so wurde eingeladen den Sonntag vor der Kulturwoche mit Kaffe, Kuchen und Kultur gemeinsam zu verbringen. Und sie kamen alle. Nicht nur die Nachbarn aus der Bodelschwinghstraße, sondern auch viele andere und es wurde ein schönes Fest. Das integrative Theaterstück „Blute Zeiten, schlechte Zeiten“ musste leider wegen Krankheit abgesagt werden, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Viele versammelten sich auf dem Sportplatz des Johannes-Busch-Hauses um den schönen Klängen des Trios Compás zu lauschen, die trotz Ausfall eines Mitglieds das Publikum begeisterten. Die Geigerin Angela Fischer und der Gitarrist Rolf Lonz spielten eine Mischung aus Rock, Pop und Jazz mit südamerikanischen Einflüssen aber auch Tendenzen zur Weltmusik. Für Kinder gab es spannende Märchen, vorgetragen von Diana Drechsler, die durch lebendige Erzählungen und Geschichten aus alle Welt die Zuschauer verzauberte oder auch Marcolinos „Feuerrotes Spielmobil“ , das den Kinder und auch dem ein oder anderen Erwachsenen durch viele verschiedene Spiele Spaß bereitete. Denn dort konnte man nicht nur extra riesige Seifenblasen machen, mit Stelzen laufen, auf verschiedenste Weise jonglieren, auf Bodenkreiseln balancieren, sondern auch vieles mehr was ein Kinderherz begehrt. Mit dem Auftritt des Duos „The Living Music Box“ erreichte das Nachbarschaftsfest seinen Höhepunkt. Die beiden blinden Männer Torsten Graf ( Perkussion/Saxophon) und Carsten Schnathorst (Keyboard) coverten alles mit Rang und Namen in der Musikszene aber verpassten den Songs immer ihren eigenen Stil und so klangen die Stücke alles andere als langweilig. Mit Lieder von den Beatles, Don McLean und Diana Ross und den Supremes luden die Hamburger die zahlreichen Zuschauer zum Mitsingen ein, was der ein oder andere dann sehr gerne wahrnahm und damit die Stimmung noch höher trieb. Das Nachbarschaftsfest, das unter dem Motto „Integration ist machbar, Danke Herr und Frau Nachbar“ stand war ein voller Erfolg. Und deshalb soll es nun auch ein fester Bestandteil und versetzt zum Sommerfest alle zwei Jahre statt finden. Die darauf folgende Kulturwoche hielt was das Nachbarschaftsfest versprochen hatte. Montags füllten Emscherblut das Zelt und feierten ihren 20. Geburtstag und ihren zehnten Auftritt bei Augenschmaus und Ohrenweide mit einem Wunschprogramm der Zuschauer, die aus dem Lachen nicht mehr raus kamen. Der Clown Klikusch sorgte auch am Dienstag für viel Spaß und Gelächter durch seine freche und unheimlich lustige Art das Publikum in seine Show einzubeziehen. Wer dann noch den mitgebrachten Musikern lauschen und zusehen, sowie Klikuschs phänomenalen Jongliereinlagen bewundern konnte verbrachte einen wunderbaren Abend. Am Mittwoch Nachmittag lockte das Figurentheater FEX vor allem Kinder ins Zirkuszelt des Pink Plight´s Theater, um durch Wortschöpfungen, Buchstabenpflanzerei und ein sehr detailreiches Bühnenbild die Zuschauer in den Bann zu ziehen. Aber auch das Trio Harry´s Freilach verzauberte in der Abendvorstellung mit der manchmal melancholischen und manchmal freudigen Klezermusik jeden einzelnen Gast. Durch die Intensität der im Ostjudentum entstandenen Musik klingt die Sehnsucht immer leise an und erzählt ihre eigene Geschichte. Der Donnerstag war wie jedes Jahr der Tag der Masken und des Tanzes. Eine liebevoll erzählte Geschichte über einen Kehrer der das Glück findet unterlegt von wunderschönen Tanzeinlagen rührte die Zuschauer, aber auch die rockigen Stellen riss das Publikum mit und brachte das Zelt zum kochen. Der für Freitag angekündigte Gregor Wollny musste leider aus gesundheitlichen Gründen absagen und so sprangen Monsiuer Brezelberger ( sprich. Missjö Brässelberschee) und Herr Schmidt ein, die sich aber als alles andere als ein Lückenfüller herausstellten und mit Zaubertricks, die doch nie so richtig klappen wollten, sich in die Herzen der Menschen scheiterten und so manche Lacher dafür ernteten. Zu guter Letzt hatte die Band Lampenfieber ihren großen Auftritt Samstag Abend, doch zeigten die Musiker nicht einen Hauch von Lampenfieber, sondern rockten das beinahe volle Zelt vom ersten bis zum letzten Takt. Eine bunte Mischung aus alten Songs und brandneuen sorgte für Stimmung. Es war ein gelungener letzter Abend und durch diese wunderbaren Auftritte und Abende freut Mann und Frau sich schon auf Augenschmaus und Ohrenweide 09 und natürlich auf das Sommerfest!
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| (c) Integrative Kulturarbeit des Johannes-Busch-Hauses im Ev. Johanneswerk e.V. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||