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Konzept integrativer Theaterarbeit - KiT
 

Für den Clip von Hans & Greta auf Youtube klickt

HIER!

 

Hans und Greta-
Oder wie aus einer Spielidee ein Theaterstück wird.


Man nehme:
Einen Märchenerzähler, den die  Märchenfiguren in seinen Träumen verfolgen; einen grausamen König, der ein Heilmittel für seine todkranke Frau sucht; die hässliche Elfriede, die ein uraltes magisches Rezept findet; der trottelige  Hans, der vergiftetes Essen kocht und die hinterhältige Greta, die nach der Krone ihrer Schwester trachtet und dabei über Leichen geht.
Heraus kommt die skurrile Geschichte von Hans und Greta und es geht um Liebe, Macht und Tod.

Dies ist der Inhalt des aktuellen Theaterstücks der Theatergruppe „Konzept integrativer Theaterarbeit“ kurz KiT genannt.
Die Gruppe der 19 Mitwirkenden, setzt sich unter andern zusammen aus Bewohnern und Mitarbeitern des Johannes-Busch-Hauses. Sie vereint die Freude und Lust am Theaterspielen.
Der Regisseur und Theaterpädagoge Thomas Wewers hat seit Herbst 2006 mit dieser Gruppe in vier Phasen dieses Stück entwickelt, das am 06.Februar 09 zum ersten Mal aufgeführt wird.

In der ersten Phase stand das Kennenlernen der Teilnehmer untereinander und das Einüben von den Grundtechniken des Theaterspielens im Vordergrund. Wie bewegt man sich zum Beispiel allein oder mit mehreren Spielern auf der Bühne? Mimik, Gesten, Sprache und Gefühle - worauf gilt es dabei zu achten?

In der zweiten Phase beschäftigten wir uns damit, welches Genre gespielt werden soll. Krimi, Western, Liebesgeschichte oder Märchen? Schließlich entschied sich die Mehrheit der Gruppe für das Märchen.

In der dritten Phase wurde mit Elementen des Improvisationstheaters Spielszenen entwickelt und diese zu einer Geschichte zusammengesetzt.

Jetzt in der vierten und letzten Phase, geht es um die Feinheiten: Die Abläufe müssen eingeübt und verfeinert, Requisiten besorgt und gebastelt, Kostüme genäht werden und noch vieles mehr. Und natürlich: Proben, Proben, Proben.

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie die Spieler,  konzentriert und mit großem Elan ihre Spielkunst zum Besten geben und mit Feuereifer bei der Sache sind. Und je näher das Datum der Premiere rückt, um so mehr nimmt auch das Lampenfieber zu. Aber das gehört ja bekanntlich dazu, wenn es dann endlich heißt: Vorhang auf, das Spiel beginnt!
Andreas Stach
Erzieher und Theaterpädagoge


Konzept integrativer Theaterarbeit (KiT) - eine Rückblick
KiT, eine Theatergruppe behinderter und nicht behinderter Menschen, wurde 1996 von Susanne Diebel und Thomas Wewers gegründet. Sie sind Mitarbeiter des Johannes- Busch- Hauses in Lüdenscheid, einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung. Thomas Wewers und Susanne Diebel sind Erzieher und Theaterpädagogen, Wewers hat außerdem eine Ausbildung zum Heilpädagogen absolviert. 

Das Ziel des KiT ist es, behinderte und nicht behinderte Künstler über die Theaterarbeit zusammenzuführen. Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihre Talente auszuleben, deswegen wurden die Gruppe bewusst auch für nicht behinderte Menschen geöffnet. Außerdem soll gezeigt werden, dass auch Menschen mit Behinderung unser Leben durch Kultur bereichern können. Und letztendlich zählt natürlich auch eines: Der Spaß an der Sache. Das erste KiT- Stück „Warte mal im Wartesaal“, eine skurrile Szenenfolge mit Improvisationscharakter, wurde 1997 auf der Kleinkunstbühne „Alte Druckerei“ aufgeführt, wo auch die Proben statt fanden.

1999 folgte „Ein Engel kommt nach Babylon“ nach Friedrich Dürrenmatt, das nach der  Premiere in der „Alten Druckerei“ erfolgreich im Lüdenscheider Kulturhaus (2000), im Berliner Theater „Weiße Rose“ (2000) und bei der EXPO in Hannover (2000) gespielt wurde.
„Das Geheimnis der Mönche“
war ein besonderes Schauspielprojekt mit Anerkennungspraktikanten in der Erzieherausbildung, unterstützt durch den Deutschen Beamtenbund Jugend. Es wurde einmalig im Lüdenscheider Kulturhaus (2000) aufgeführt.
Seit März 2001 steht der Schauspielgruppe die „Kulturwerkstatt Alte Schule“ in Lüdenscheid als Probenraum zur Verfügung. Das Projekt „Romeo und Julia“ nach William Shakespeare, ist natürlich ein Klassiker jeder Schauspielgruppe. Die integrative Rockband „Lampenfieber“ lieferte sozusagen den „Soundtrack“ zu dieser Inszenierung. Mit eigenen Stücken wie „Julia“ und „Der Totentanz“ unterstreichen sie die Aufführung musikalisch.  Die Uraufführung fand 2002 im Rahmen der „Kulturwoche Augenschmaus & Ohrenweide“ auf dem Gelände des Johannes- Busch- Hauses statt. Weitere Aufführungen am 12. und 13. November im Lüdenscheider Kulturhaus waren ausverkauft (siehe Presseberichte)!
Für 2004 stand : „Das Spiel ist aus“ von Jean Paul Satré auf dem Plan. Die Premiere fand im Rahmen der Kulturwoche 2004 Augenschmaus &  Ohrenweide im Johannes-Busch-Haus statt.
Und nun:



Buchungen und Infos bei Thomas Wewers, Integrative Kulturwerkstatt Alte Schule, Altenaer Str. 207, 58513 Lüdenscheid, Tel.. 0 23 51 / 66 11 52, thomas.wewers@kulturarbeit.com

Ihr Thomas Wewers
Leitung Kulturarbeit

 

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