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Vorwort
1. Block: Spielfreude:
Grundlage und Rüstzeug
2. Block: Spielgeschichten
finden
3. Block: Einführung in die
Spielgeschichte/Animation
4. Block: Die Probenarbeit:
Spielbegleitung und Spielkorrektur
5. Block: Maskenbau
6. Block: Maskenspiel
7. Block: Die
Abschlussproduktion - eine Werkaufführung
Kosten u.
Teilnehmerzahl
Anmeldung, Bestätigung,
Rücktritt
Zeitungsartikel zur
Fortbildung 2007/2008
Vorwort
Die
Theaterpädagogische Fortbildung richtet sich
an alle, die lernen möchten, Theatergruppen mit
Menschen mit Behinderungen mit der Methode des
Improvisationstheaters anzuleiten.
Die Anleiter der Fortbildung „Integrative
Theaterarbeit“, Thomas Wewers, Erzieher,
Theater-, Heilpädagoge und Clown und Susanne
Diebel, Erzieherin, Theater-, und Dipl.
Sozialpädagogin, haben ihr theaterpädagogisches
Handwerk in der Jugendkunstschule Unna erlernt.
Speziell für diese Theaterarbeit haben sie das
Improvisationstheater-Konzept der Jugendkunstschule
Unna aufgegriffen und durch die Masken- und
Theaterarbeit mit Walter Koch, Schauspieler,
Sonderpädagoge, Kabarettist mit Masken, Mitbegründer
des „Blaumeier-Ateliers“ Bremen (www.blaukunst.de
) bereichert und weiter entwickelt. Zusammen
verfügen die drei Anleiter über 50 Jahre Erfahrung
in der Theaterarbeit mit Menschen mit geistiger
Behinderung.
So bekommen Sie eine große Bandbreite an
Anleitungsmöglichkeiten geboten, um so Ihren
individuellen Anleitungsstil mit Ihren
persönlichen Schwerpunkten zu entwickeln und diesen
in den Ausbildungsblöcken praxisnah zu erproben,
indem Sie selbst anleiten und fachliche
Rückmeldungen erarbeiten. Dies erfordert auch Vor-
und Nachbereitungszeit außerhalb der
Fortbildungsblöcken!
Vorrausetzungen der Teilnehmer: Die
theaterpädagogische Anleitung über das Vor-, An- und
Mitspiel steht im Vordergrund. Dies bedingt: sich
auf sich selbst, auf die Gruppe, auf das Thema
Theater und einen künstlerischen, kreativen Prozess
einzulassen.
1. Block: Spielfreude: Grundlage und
Rüstzeug
Dieser Block dient zur Einführung und zum
Selbstverständnis des Theaterspielens. Mit Hilfe
verschiedener Spieltechniken und Übungen aus dem
Bereich des Improvisationstheaters, die Basis für
die nachfolgenden Blöcke und „Rüstzeug“ für die
Arbeit mit eigenen Theatergruppen sind, entdecken
und vertiefen die Teilnehmer die eigene Spielfreude
und den Spaß am Rollenspiel. Wir nähern uns den
Grundlagen der Theaterarbeit mit der Arbeit am
Selbst. Dabei behandeln wir folgende Themen:
Spielansätze der Schauspielerkunst und der
Theaterpädagogik, Grundlagen der Spielanleitung,
Kompetenzen entdecken, die „Fokuss-Methode“, „über
den eigenen Schatten …“, Vertrauen, Nähe, Regeln,
Begegnung & lmprovisation, Präsenz & Fokus.
Termin: Do.,17.09.2009, 16:00 – 20:00 Uhr
Fr., 18.09.2009, 10:00-17:00 Uhr
Sa., 19.09.2009, 10:00-17:00 Uhr
So., 20.09.2009, 9:00-15:00 Uhr
Leitung: Walter Koch, Thomas Wewers
2.
Block: Spielgeschichten finden
Um eine geeignete Spielgeschichte zu finden,
verlassen wir gewohnte Bahnen unseres Alltagslebens,
spitzen Ereignisse zu, drehen Erfahrungen um, suchen
die Abweichung, greifen Wünsche auf. Damit die
packenden Ideen zu einem spannenden Theaterstück
weiterentwickelt werden, müssen die wild wuchernden
Szenarien dramaturgisch aufgearbeitet werden. Da wir
Theater ohne auswendig lernen praktizieren,
wirken die Spielgeschichten authentisch und kreativ.
Termin: Do., 01.10.2009, 16:00-20:00 Uhr
Fr., 02.10.2009, 10:00-17:00 Uhr
Sa., 03.10.2009, 10:00-17:00 Uhr
So., 04.10.2009, 9:00-15:00 Uhr
Leitung: Thomas Wewers
3. Block: Einführung in die
Spielgeschichte/Animation
In diesem Block widmen wir uns der Einführung der im
vorigen Block gefundenen Spielgeschichten. Indem der
Theaterpädagoge den Teilnehmern der Theatergruppe
die Spielfiguren und Situationen der Spielgeschichte
plastisch, greifbar und verständlich präsentiert,
begeistert er sie so, dass sich die Spielfreude auf
alle überträgt. Dafür lernen wir Animationsformen
für die Einführung in die Spielgeschichte kennen,
denen sich kaum jemand entziehen kann.
Termin: Do., 05.11.2009, 16:00-20:00 Uhr
Fr., 06.11.2009, 10:00-17:00 Uhr
Sa., 07.11.2009, 10:00-17:00 Uhr
So., 08.11.2009, 09:00-15:00 Uhr
Leitung: Thomas Wewers
4. Block:
Die Probenarbeit: Spielbegleitung und
Spielkorrektur
In diesem Block lernen wir, wir man es schafft die
Teilnehmer am Spiel zu halten. Dies erreicht der
Theaterpädagoge, wenn er ermutigend, sensibel, und
in lebendiger Beziehung den Spieler auf
Verbesserungsvorschläge hinweist, um so die
Spielfehler zu korrigieren. Es muss gelernt werden,
spontan, flexibel und individuell zu coachen.
Weitere Lerninhalt ist die Arbeit an der Rolle mit:
Methoden der Rollenfindung für behinderte
Schauspieler, Rollen-Tätigkeit & Rollen-Requisit,
Rollenumfeld (Rollensicherheit), Arbeit mit „Text
und Sub-Text“, „Status“ und „Off“- Bühne.
Termin: Do., 26.11.2009, 16:00-20:00 Uhr
Fr., 27.11.2009, 10:00-17:00 Uhr
Sa., 28.11.2009, 10:00-17:00 Uhr
So., 29.11.2009, 09:00-15:00 Uhr
Leitung: Thomas Wewers, Walter Koch
5.
Block: Maskenbau
Der Maskenbau setzt bei allen Menschen verborgene,
kreative Schätze frei und der Wunsch, die eigene
Ausdruckskraft zu erproben, wird geweckt. Die
Inhalte dieses Blocks sind die Einführung in die
Methode Maskenbau, Bau einer individuellen Maske aus
massivem Papier, Kaschieren der Tonform mit „Basler
Maskenpapier“ und Colorieren der Maske mit
Schwammtechnik.
Termin: Do., 21.01.2010, 16:00-21:00 Uhr
Fr., 22.01.2010, 10:00-17:00 Uhr
Sa., 23.01.2010, 10:00-17:00 Uhr
So., 24.01.2010, 9:00-15:00 Uhr
Leitung: Walter Koch
6. Block:
Maskenspiel
Die Inhalte dieses Blocks sind Einführung in die
Möglichkeiten und Grenzen des Maskenspiels,
Einfühlung in die Maske, Verwandlung und Spiel, das
„Geheimnis der Maske“ und Spieltechniken des
Maskentheaters. Da Masken nicht sprechen,
erleichtern sie das Theaterspielen und erzwingen auf
sanfte, angenehme Art eine sensible
Selbstwahrnehmung, die ihren Ausdruck im lebendigen
Spiel findet.
Termin: Do., 25.02.2010, 16:00-20:00 Uhr
Fr., 26.02.2010, 10:00-17:00 Uhr
Sa., 27.02.2010, 10:00-17:00 Uhr
So., 28.02.2010, 9:00-15:00 Uhr
Leitung: Walter Koch
7. Block: Die Abschlussproduktion - eine
Werkaufführung
In diesen vier Tagen entwickelt die Teilnehmer unter
Anleitung eine Theaterstück bis zur
Vorführungsreife. Unter Zeitdruck kreativ und
kooperativ zu arbeiten ist ein unschätzbarer Wert
für alle, die integrative Theatergruppen anleiten
wollen. Wer sich auf diesen stressigen, belastenden,
aber auch erfüllenden Prozess einlässt, kann sich
als Spielleiter gut in die Situation der von ihm zu
Betreuenden hineinversetzten. In diesem Block
verdichten sich alle Lerninhalte der vorangegangen
Blöcke. Die Werkaufführung findet vor Publikum statt
– eine Erfahrung, die bisherige Teilnehmer und die
Anleiter nicht missen wollen.
Termin: Do., 11.03.2010, 16:00-20:00 Uhr
Fr., 12.03.2010, 10:00-17:00 Uhr
Sa., 13.03.2010, 10:00-17:00 Uhr
So., 14.03.2010, 9:00-18:00 Uhr
Leitung: Thomas Wewers, Walter Koch
Die Blöcke bauen thematisch aufeinander auf,
können also nicht einzeln gebucht werden! Nur Block
5 und 6 können zusammen unabhängig gebucht werden!
Kosten: Die Kosten
betragen 1250,-€, in 3 Raten zahlbar. Ohne
Übernachtung u. Verpflegung! Übernachtung in der
Alten Schule möglich.
Referenten: Thomas Wewers, Walter Koch,
Susanne Diebel i.V.
Teilnehmerzahl: 8-16 Personen.
Anmeldung, Bestätigung, Rücktritt:
Anmeldung erfolgen schriftlich bis zum 10.08.2009.
Eine Zusage oder Absage erfolgt durch uns bis zum
17.08.2009. Ein Rücktritt muss schriftlich bis zum
24.08.2009 erklärt werden. Spätere Absagen haben
eine Ausfallentschädigung in Höhe eines Drittels der
Gesamtkosten zur Folge, falls sich auf der
Warteliste kein Ersatz findet. Bei Kündigung nach
dem 2. Block müssen die gesamten Kosten gezahlt
werden!
Fehlzeiten: Versäumte Inhalte werden auf dem
Zertifikat gestrichen oder ein entsprechender
Nachweis über die Kenntnisse wird erbracht. Wer mehr
als 16 Std. fehlt, kann kein Zertifikat erhalten
Anmeldungen schriftlich unter:
KiT – Konzept integrativer Theaterarbeit
Thomas Wewers
Grabenstr. 19
58511 Lüdenscheid
Tel.: 02351/918171
mobil: 0160 / 55 34 33 2
Email:
thomas.wewers@t-online.de
Alle Fortbildungsblöcke finden statt in der:
Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule
Altenaer Straße 207 –
58513 Lüdenscheid,
Tel.: 02351.661152 – Fax.:02351.661163,
info@kulturarbeit.com
Die theaterpädagogische Fortbildung "Integrative
Theaterarbeit 2007/2008" ist abgeschlossen.
Teilnehmer
aus ganz Deutschland hatten ihren letzten
Fortbildungsblock, in dem sie innerhalb von 4 Tagen
ein Theaterstück auf die Bühne gebracht haben. Hier
der Zeitungsbericht der Lüdenscheider Nachrichten
dazu:
Lernen funktioniert im Kopf, aber noch viel
besser im Bauch. Walter Koch und Thomas Wewers
zeigen im Rahmen einer Fortbildung, wie Menschen
Theatergruppen anleiten können
20.04.2008 19:20 • Von Yasmin Alijah
LÜDENSCHEID Eine neidische Stiefmutter, die
anderen nicht gönnen kann, was sie selbst nicht
leben durfte: die Erfüllung ihrer beruflichen
Träume, ihr übermächtiger Vater, die schöne Bella,
fünf Zwerge und ein Hofstaat - unter dem Titel
"Beauty Land" erlebten die zahlreich erschienenen
Zuschauer in der Kulturwerkstatt Alte Schule
intensivstes Improvisationstheater, voller Gefühl
und eindrücklicher Szenen.
Als zeitgemäße Interpretation des alten Märchens
"Schneewittchen" versetzten elf Darsteller die
Zuschauer in eine Welt, die geprägt ist von
Erwartungshaltungen der Familie, von herausragender
Schönheit einer Einzelnen und dem damit verbunden
aufkommenden Neid. Das Stück handelt aber auch von
Wünschen und Träumen, die zunächst nicht gelebt,
später doch zum Aufbruch in die persönliche Freiheit
führen. Die Zuschauer erfahren jedoch bis zum Ende
nicht, ob der innere Aufbruch gelingt und werden in
diese Fragestellung entlassen. Es thematisiert den
Mut, authentisch zu sein - allen Widerständen zum
Trotz; zu sich und seinen Vorstellungen zu stehen -
mit dem ganzen Spektrum der damit verbundenen
widersprüchlichen Gefühle.
Als Ergebnis eines theaterpädagogischen
Fortbildungsprojektes zeigten die aus ganz
Deutschland angereisten Teilnehmer der Weiterbildung
in dem Stück, worum es in den vergangenen sechs
Schulungsblöcken ging: wie Theaterpädagogik mit
Menschen mit Behinderten aussehen kann und aussehen
sollte, nämlich als Einüben und Erproben über das
emotionale Gedächtnis. "Viele Menschen mit
Behinderungen können nicht stur auswendig lernen,
aber sie können sich an Gefühle erinnern und über
diese auch textliche Zusammenhänge behalten",
erklärte der Sonderpädagoge und Schauspieler Walter
Koch, der sowohl das "Blaumeisteratelier" in Bremen
als auch "Blaukunst-Kultur vor Ort" am Bodensee
initiierte und der nun gemeinsam mit dem Leiter der
Kulturarbeit im Johannes-Busch-Haus, Thomas Wewers,
im Rahmen der Fortbildungsreihe lehrte. "Es geht
letztlich immer darum, authentisch zu sein, die
Stärken im Menschen zu stärken", so Wewers.
Wie das geht, welche Möglichkeiten es gibt, Menschen
mit Behinderung an die Hand zu nehmen und sie in die
Welt des Schauspiels, des Fühlens, Begreifens und
authentischen Darstellens einzuführen, auf der Basis
nicht der Intellektualität, sondern der
Emotionalität, haben beide miteinander auf diesem
methodischen Lehrgang vermittelt. Dabei war das
Lernen der Teilnehmer eben gerade über die eigene
emotionale Erfahrung ein Hauptaspekt der Schulung.
Mit Phasen immer wieder auch der Reflexion über das
eigene Erleben bekamen sie wesentliches Rüstzeug mit
auf den Weg, erfolgreich eigene Theaterprojekte zu
leiten, bei denen nicht das Regiebuch, sondern der
Mensch mit seiner Persönlichkeit im Vordergrund
steht. "Beauty Land" vermittelte anschaulich diese
Arbeit des Wahrnehmens und emotionalen Begreifens.
Es gelang, die Zuschauer kurzweilig über 45 Minuten
zu fesseln, wofür die Darsteller anhaltenden,
wohlverdienten Applaus ernteten.
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